Prinzessin Victoria: viel Trubel um ihre Hochzeitsplanung
25. Mai 2010 von admin
Wenn eine Kronprinzessin heiratet, nimmt das gesamte Volk Anteil an den Hochzeitsvorbereitungen. Diese Erfahrung darf auch Prinzessin Victoria von Schweden derzeit machen. Gerade dreht sich die öffentliche Diskussion um die Frage, wer die Braut zum Altar führen darf: Vater König Carl Gustaf oder Bräutigam Daniel Westling? Während Victoria selbst sich für ersteres entschieden hat, sind sich Frauenrechtlerinnen, Kirchenfürsten und Traditionalisten einig, dass Victoria schon beim Gang zum Altar an die Seite ihres Verlobten gehöre. In den Medien führt dieses Gezanke zu Schlagwörtern wie „Trauungsstreit“ und „Altargate“ und wird immer mehr zur Prinzipfrage. Schließlich ist es in Schweden seit Jahrhunderten Tradition als Brautpaar gemeinsam die Kirche zu betreten.
Während die einen fürchten Hollywood würde nun Einzug in die schwedischen Kirchen halten, sehen die anderen es vor allem als Rückschritt in der weiblichen Emanzipierung. Die Brautübergabe an sich sei ein Relikt aus dem Mittelalter und zeuge von einer rückständigen Einstellung zur Gleichstellung der Frau. Auch Victorias Vater geleitete seine Verlobte damals selbst zum Altar und auch in anderen Königshäusern ist dies Brauch. Die andere Seite wendet dagegen ein, dass es sich in diesen Fällen immer um königliche Partner handelte und Daniel Westling eben nur ein einfacher Untertan ist. Zu gering um die zukünftige Regentin Schwedens zum Altar zu führen. Wer auch immer in diesem Machtkampf siegen mag, fest steht, dass die königliche Hochzeit in diesem Sommer Trends setzen wird.

